Projektkurzbeschreibung

Bestimmung des Einflusses von verarbeitungs- und umgebungsbedingten Wasserstoffquellen hinsichtlich der Neigung hochfester Stähle zur wasserstoffinduzierten Kaltrissbildung

Steckbrief

Eckdaten

Förderinstitution:
AiF / FOSTA
Laufzeit:
01.05.2017 bis 30.10.2019
Projektnummer:
19.540 N / P1105

Ansprechpartner am ISF

Durch wasserstoffinduzierte Rissbildung hervorgerufene Schäden an Bauteilen und schweißtechnischen Konstruktionen sind ein weit verbreitetes und gefürchtetes Phänomen bei der schweißtechnischen Verarbeitung bestimmter Werkstoffe. Das Versagen setzt oft unvermittelt, ohne vorherige sichtbare Anzeichen ein, welches insbesondere bei Strukturbauteilen zu Schäden an Mensch, Material und Umwelt führen kann. Deshalb besteht das Ziel des Forschungsvorhabens darin, für den Baustellen- und Vorfertigungsbetrieb eine quantitative Abschätzung der Grenzen der Gefährdung von schweißtechnisch hergestellten Produkten aus hochfesten Feinkornstählen gegenüber wasserstoffinduzierten Kaltrissen zu geben. Diese Abschätzung wird unter Berücksichtigung der Variation der Prozessrandbedingungen als wirksame Wasserstoffquelle während des Schweißens formuliert. Weiterhin sollen bei Kaltrisstests und Simulationen Kriterien für die Kaltrissbildung unter Berücksichtigung der wesentlichen Wasserstoffquellen ermittelt werden. Da in beiden Fertigungsbereichen das Metallschutzgasschweißen als wirtschaftliches Schweißverfahren zum Einsatz kommt und das Unterpulverschweißverfahren vornehmlich in der Vorfertigung angewendet wird, sollen beide Schweißverfahren im Projekt systematisch untersucht werden.